Gute Jagd !
Fotos: © Mayr Florian, St. Valentin

29.12.2018

Am Rand des Raader Waldes hat sich ein Wanderfalke (Falco peregrinus) eine hochgelegene Sitzwarte ausgesucht, um sein Jagdrevier überblicken zu können. Entspannt dasitzend scheint er vermitteln zu wollen, dass er in keinster Weise daran interessiert ist, eventuell Beute machen zu wollen oder auch nur bedrohlich zu wirken ...


Foto: © Mayr Florian, St. Valentin

Scheinbar lassen sich die Haustauben (Columba livia f. domestica) davon überzeugen, denn nicht unweit vom Greifvogel sitzen sie friedlich auf einem Draht, plustern sich auf und lassen sich sogar entspannt in die kräfteschonende Hockstellung nieder.


Foto: © Mayr Florian, St. Valentin

Nur wenige Minuten danach hat sich das Bild jedoch geändert. Spezialisert darauf, rasant seinen Flug aus dem Start heraus auf Spitzengeschwindigkeit bis zu 100 km/h zu beschleunigen, hat der Wanderfalke (Falco peregrinus) blitzschnell zugeschlagen - hierbei hilft ihm der Überraschungseffekt ... bis über 300 km/h werden ihm bei Sturzflügen entlang hoher Felswände oder Klippen zugeschrieben.


Foto: © Mayr Florian, St. Valentin

... und in aller Seelenruhe beginnt er nach erfolgreicher Jagd seine Beute zu rupfen, um sie sich anschließend in kleinen Häppchen zuzuführen.


Foto: © Mayr Florian, St. Valentin

So mit der Beute beschäftigt, dreht und wendet er sich auf ihr sitzend herum und zeigt sich von seiner schönsten Seite ...


Foto: © Mayr Florian, St. Valentin

Diese erfolgreiche Jagd - noch dazu eines nur selten zu beobachtenden Greifvogels - ist ein weiterer, leider viel zu oft vernachlässigter Aspekt zum Schutz der Natur, des sogenannten "Naturraumes". Es ist nicht genug, einfach vorkommende Arten zu schützen - es geht nicht nur um Nistplätze und Aufenthalt, sondern es geht auch um den zusätzlich notwendigen Lebensraum, der für Balz, Nahrungsbeschaffung, Jagd, Übernachtung, Ausbreitung und Ertüchtigung für das weitere Überleben notwendig ist! Die Anwesenheit von "seltenen" Tieren und Pflanzen ist nur EIN Aspekt und kann daher nicht allein die Schutzwürdigkeit - oder Unwürdigkeit! - eines Lebensraumes ausmachen! So ist auch die Tatsache zu sehen, dass nicht allein der Raader Wald als WALD sondern auch wichtige Teile seiner umliegenden Freiflächen GEMEINSAM erhalten werden müssen!

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